Nico Hülkenberg neuer Champion der Formel 3 Euro Serie

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Der Deutsche Nico Hülkenberg hat im französischen Le Mans vorzeitig die Formel 3 Euro Serie gewonnen. Der Testfahrer des Formel-1-Teams Williams folgt damit Formel-1-Star Lewis Hamilton (Champion 2005) und den beiden DTM-Piloten Paul di Resta (2006) und Jamie Green (2004), die sich ebenfalls in die Liste der Gesamtsieger der stärksten Nachwuchsserie eintrugen. Sein französisches Team ART Grand Prix freut sich zum fünften Mal in Folge über den Fahrertitel in der Formel 3 Euro Serie. Hülkenberg peilt als nächsten Karriereschritt die GP2-Serie an.
Im sechsten Jahr der Formel 3 Euro Serie ist Hülkenberg der dominierende Pilot. Sechs Siege sammelte der 21-Jährige aus dem deutschen Emmerich bisher, dazu kommen fünf Pole-Positions. Nach 17 Läufen der aktuellen Saison hat der ART-Fahrer einen Vorsprung von 24 Zählern auf den Italiener Edoardo Mortara (Signature-Plus).
Hülkenberg begann seine Formel-Karriere 2005 in der deutschen Formel BMW, die er mit acht Siegen und neun Pole-Positions gleich im ersten Jahr für sich entschied. Im Winter 2006/07 feierte er seinen nächsten großen Erfolg, als er fast im Alleingang den ersten deutschen Titelgewinn in der A1 Grand Prix-Serie sicherte. Seit der vergangenen Saison ist das Nachwuchstalent in der Formel 3 Euro Serie am Start, die er nun mit dem Titelgewinn abschloss. Schon im vergangenen Jahr ließ er mit dem Sieg beim prestigeträchtigen Masters of Formula 3, dem wichtigsten Formel-3-Rennen Europas, aufhorchen.


Nico Hülkenberg, der von Willi Weber gemanagt wird, bezeichnet sich selbst als analytisch, ehrgeizig und kämpferisch, gibt aber zu, sehr ungeduldig zu sein. Der Rennfahrer wohnt noch in Emmerich bei seinen Eltern, die ein Speditionsunternehmen besitzen. „Wenn ich mal zu Hause bin, dann helfe ich im Betrieb mit. Ich bin da Mädchen für alles. Es macht mir Spaß und ich finde es wichtig, auch mal etwas anderes als nur Motorsport im Kopf zu haben. So gewinnt man auch mal eine andere Sicht der Dinge.“ In seiner Freizeit treibt er gerne Sport. „Ich gehe viel laufen, denn dabei kann man sehr gut nachdenken und bei Bedarf den Kopf freibekommen. Motorsport besteht schließlich nicht nur aus schnellem Autofahren, sondern auch aus vielen anderen Aspekten.“

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Formel 3 Euro Serie 2008 Le Mans

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Jules Bianchi gewinnt – Nico Hülkenberg Champion

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Lufttemperatur: 10,1 °C
Asphalttemperatur: 7,3 °C
Der Franzose Jules Bianchi (ART Grand Prix) siegte beim 17. Saisonrennen der Formel 3 Euro Serie in Le Mans und feiert nach dem Triumph beim Masters of Formula 3 in Zolder seinen zweiten Sieg in einem Formel-3-Rennen. Sam Bird (Manor Motorsport) und Mika Mäki (Mücke Motorsport) belegten die Ränge zwei und drei und vervollständigten damit das Podest. Nico Hülkenberg (ART Grand Prix) kam nur auf Rang 24 ins Ziel, nachdem er seinen Dallara-Mercedes am Start abgewürgt hatte. Da sein einziger Titelrivale Edoardo Mortara (Signature-Plus) nicht über den zehnten Platz hinauskam, ist Hülkenberg, der bereits als Testfahrer des Formel-1-Teams Williams engagiert ist, vorzeitig Champion der stärksten Nachwuchsserie der Welt.
Nico Hülkenberg blieb am Start stehen und fuhr mit großem Rückstand dem Feld hinterher. Um den Titelkampf weiterhin offen zu halten, hätte sein einzig verbliebener Rivale Mortara mindestens Siebter werden müssen. Das schaffte er nicht – damit war Hülkenberg der Titel sicher.
Rennsieger Bianchi gewann den Start und setzte sich gleich vom Feld ab. Sam Bird hatte keine Chance, den ersten Sieg des Franzosen in der Formel 3 Euro Serie zu verhindern. De Brite belegte zum zweiten Mal hintereinander Platz zwei in einem Samstag-Rennen, nachdem er in Barcelona erstmals auf dem Podest gestanden hatte.
Nico Hülkenberg (ART Grand Prix): „Es ist schon etwas kurios, mit Platz 24 den Titel zu sichern – aber so ist es nun mal. Ich brauche noch etwas, um zu realisieren, dass ich wirklich schon Champion der Formel 3 Euro Serie bin. Es ist toll, der erste Deutsche zu sein, der die stärkste Nachwuchsserie der Welt gewinnt.“
Jules Bianchi (ART Grand Prix): „Ich freue mich sehr über meine ersten Sieg in der Formel 3 Euro Serie auf einer Strecke, die für meine Familie eine große Bedeutung hat. Vor fast genau 40 Jahren gewann mein Großonkel Lucien Bianchi hier das 24-Stunden-Rennen. Mein erster Sieg in der Formel 3 Euro Serie war überfällig. Mein Ziel ist nun der Vize-Titel.“
Sam Bird (Manor Motorsport): „Stefano Coletti hat mich am Start auf den Grünstreifen gedrängt, deshalb war ich nach den ersten Metern nur Dritter. Nachdem er sich drehte, rückte ich auf Rang vor. Der Führende Jules Bianchi fuhr in einer anderen Liga, ich hatte keine Chance, ihm zu folgen. “
Mika Mäki (Mücke Motorsport): „Nach zwei Wochenenden ohne Punkte stehe ich endlich wieder auf dem Podium. Zunächst konnte ich das Tempo der Spitze noch mitgehen, doch dann musste ich die beiden vor mir ziehen lassen.“

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DTM 2008 Le Mans

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Tom Kristensen in Le Mans auf der Pole-Position

Le Mans. Der Däne Tom Kristensen startet im zehnten Saisonlauf der DTM im französischen Le Mans von der Pole-Position. Im Qualifying auf der 4,185 km langen Traditionsrennstrecke sicherte er sich in seinem Audi A4 DTM mit 1:30,149 Minuten den vordersten Platz in der ersten Startreihe. Auf dem Circuit Bugatti verwies er Jamie Green (Mercedes-Benz) und Mattias Ekström (Audi) auf die Plätze zwei und drei. Nach seiner ersten Saison-Pole am Nürburgring fuhr Kristensen zum zweiten Mal in diesem Jahr auf Startplatz eins. Kristensen scheint in Le Mans weniger von seiner Ortskenntnis, als von seiner positiven Grundeinstellung zu diesem Ort zu profitieren: Der 41-Jährige gewann acht Mal das legendäre 24-Stunden-Rennen von Le Mans. „Der enge Bugatti-Circuit unterscheidet sich gravierend von der langen Le Mans-Variante. Ich bin froh, hier mit meinem Audi A 4 DTM auf der Pole zu stehen.“
Der Kampf um den Gesamttitel setzte sich auch im Qualifying fort: Der Schotte Paul di Resta (Mercedes-Benz) steht mit Startplatz vier nur eine Position vor dem Deutschen Timo Scheider (Audi). Scheider geht am Sonntag mit sieben Punkten Vorsprung auf di Resta als Titelanwärter vom fünften Platz ins Rennen. In einem Jahreswagen von Audi platzierte sich Mike Rockenfeller auf Rang neun. Als bester Jahreswagenpilot von Mercedes-Benz fuhr der Deutsche Maro Engel im Qualifying auf Platz 13. Während er am Freitag im zweiten Freien Training mit seiner AMG Mercedes C-Klasse rückwärts in die Reifenstapel einschlug, beschädigte er sich sein Fahrzeug stark. Mit einer engagierten Teamleistung wurde sein Mercedes-Benz für den Samstag wieder fertig gestellt.
Zum zweiten Mal nach 2006 ist Le Mans Schauplatz eines DTM-Rennens. Der damalige Pole-Mann und spätere Sieger Bruno Spengler (Mercedes-Benz) gelang in diesem Jahr nur der Sprung auf Startplatz sieben. Keinen guten Tag hatte Ralf Schumacher (Mercedes-Benz). Er schied bereits in der ersten Qualifikationsrunde aus und startet von Position 19.
Mit Spannung werden die DTM-Fans das Rennen am Sonntag verfolgen (ARD ab 13:45 Uhr live). Der Deutsche Scheider könnte sich bereits zum neuen Champion der DTM krönen: In der Gesamtwertung führt der 29-Jährige mit 62 Punkten vor di Resta (55) und Green (46). Vor den letzten beiden Rennen hat Scheider damit sieben Zähler Vorsprung auf den Schotten di Resta. Für einen vorzeitigen Titelgewinn Scheiders gibt es mehrere Szenarien: Sicher ist, wenn der Audi-Pilot vier Punkte mehr holt als di Resta, ist er neuer Champion.
Der zehnte DTM-Saisonlauf wird über 43 Runden ausgetragen. Die Renndistanz beträgt 179,995 Kilometer.
Tom Kristensen (1. Startplatz, Audi Sport Team Abt): „Le Mans ist schon eine besondere Strecke für mich. Aber wir fahren mit der DTM lediglich an derselben Stelle aus der Boxengasse. Der Rest ist komplett anders. Es ist sehr schön, dass ich hier auf der Pole-Position stehe. Die Saison hatte für mich einige Höhen und Tiefen. Es ist alles sehr eng da vorne. Umso mehr freue ich mich, dass ich das ‚kleine Extra’ hier gefunden habe. Die Wettervorhersage sagt, dass es eventuell regnen könnte. Ich hoffe, dass ich dann die richtigen Reifen drauf habe. Das war das letzte Mal nicht so.“
Jamie Green (2. Startplatz, Salzgitter AMG Mercedes): „Ich bin ziemlich glücklich über den zweiten Startplatz, vor allem weil unser Auto ein bisschen schwerer ist. Wir haben im Laufe des Jahres gute Fortschritte gemacht, deshalb sind wir hier – und waren auch schon bei den letzten Rennen – sehr konkurrenzfähig. Der Start wird der Schlüssel zu einem guten Rennen sein, das auf jeden Fall sehr interessant wird.“
Mattias Ekström (3. Startplatz, Audi Sport Team Abt Sportsline): „Ich kämpfe das ganze Wochenende mit einer Erkältung, habe aber – so wie alle anderen auch – versucht, alles aus mir und meinem Auto herauszuquetschen. Das ist ganz gut gelungen, aber bei Tom noch besser. Jeder wird morgen schauen, dass er sein optimales Ergebnis herausholt, dabei ist der Start natürlich mit entscheidend.“
Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich: „Ich freue mich, dass Tom es geschafft hat, hier auf die Pole-Position zu fahren. Das hätte ja auch in Barcelona beinah schon geklappt. Es ist die siebte Pole für uns in dieser Saison. Das zeigt, dass unsere Performance im Qualifying sehr gut ist. Es wird morgen ein hartes Stück Arbeit für alle. Dabei müssen Timo (Scheider) und Paul (di Resta) schauen, wie sie das mit der Meisterschaft untereinander ausfahren. Ich freue mich also auf ein tolles, hartes, aber dabei faires Rennen. Wir haben ein konkurrenzfähiges Auto und motivierte Fahrer.“
Mercedes-Benz-Motorsportchef Norbert Haug: „Es war ein gutes Qualifying, am Ende haben 80 Tausendstel den Unterschied gemacht – das ist ein Wimpernschlag. Es ist schade, dass Paul (di Resta) es nicht in die erste Reihe geschafft hat. Es gab Stimmen nach dem Rennen in Zandvoort, dass wir bereits geschlagen sind. Aber das stimmt nicht, unsere Truppe ist gut unterwegs. Im Rahmen des Reglements haben wir uns sehr gut gesteigert. Ich wünsche mir ein faires Rennen morgen, aber eben ohne den berühmten ‚Lackaustausch‘. Susie (Stoddart) hat einen super Job gemacht und nur sehr knapp die zweite Session verpasst. Das möchte ich heute auch nochmal erwähnen, sie hat immerhin Leute vom Kaliber eines Gary Paffet und Ralf Schumacher geschlagen."

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