DTM 2008-Hockenheimring

dtm_head2006

Packendes Duell im Titelkampf – Pole-Position für Ekström

Hockenheim. Besser hätte das Qualifying zum DTM-Finale auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg für die Fans nicht laufen können. Die beiden Titelaspiranten Timo Scheider (D/Audi) und Paul di Resta (GB/Mercedes-Benz) lieferten sich einen heißen Kampf um die letzte Pole-Position des Jahres und somit auch um die beste Ausgangsposition im Titelkampf. Bis Audi-Pilot Mattias Ekström (S) kam: Der noch amtierende DTM-Champion schnappte den beiden die beste Startposition weg. Dennoch ist für Hochspannung beim Rennen am Sonntag um 14 Uhr gesorgt. Di Resta, der in der Gesamtwertung gerade einmal zwei Punkte Rückstand hat, startet als Zweiter direkt vor dem Führenden Scheider. „Es ist natürlich ein Vorteil, vor Timo zu stehen. Das wird ein ganz heißer Kampf“, sagte di Resta. Denn sollte der jüngste Pilot im Starterfeld gewinnen, ist er der neue Champion. Gewinnt Scheider oder beendet er das Rennen vor di Resta ist ihm hingegen der Gesamtsieg nicht mehr zu nehmen.
Für Ekström ist es die zweite Pole in dieser Saison und seine insgesamt zwölfte in der DTM. Für seine schnellste Runde auf der 4,574 Kilometer langen Strecke benötigte der Schwede 1:32,244 Minuten, gerade einmal 40 Tausendstelsekunden weniger als di Restas Zeit. Ekström gewann bereits das Auftaktrennen auf dem Hockenheimring.
Kurz nach Beginn der zweiten Runde des Qualifyings stockte den Audi-Fans der Atem. Scheider fuhr auf seiner ersten schnellen Runde Ende der Start-Ziel-Gerade zu eng über die Kerbs, beschädigte sein Fahrzeug leicht und musste zur Reparatur an die Box. Dank einer tollen Teamleistung schaffte der 29-Jährige noch den Sprung in die dritte Qualifying-Runde.
Eine tolle Qualifying-Leistung zeigte vor seinem letzten DTM-Rennen auch Rekordchampion Bernd Schneider (D). In der AMG Mercedes C-Klasse beendete er hinter seinem Markenkollegen Jamie Green (GB) als Fünfter die Zeitenjagd. Bruno Spengler aus Kanada komplettierte das Mercedes-Benz-Trio auf der sechsten Position. Die beiden Audi-Piloten Martin Tomczyk (D) und Tom Kristensen (DK) gehen von Platz sieben und acht in das 37 Runden lange Rennen über 169,238 Kilometer. Schnellster Pilot in einem Jahreswagen wurde Mike Rockenfeller (D/Audi) als Neunter. Ralf Schumacher beendete sein letztes Qualifying des Jahres mit Platz 16.
Die ARD berichtet vom packenden DTM-Saisonfinale und der Titelentscheidung am Sonntag live von 13.45 bis 15.30 Uhr.
Mattias Ekström (1. Startplatz, Audi Sport Team Abt Sportsline): „Jede Pole ist etwas Besonderes. Das Auto war heute sehr einfach zu fahren. Ich werde nun versuchen, morgen beim Start so schnell es geht wegzukommen. Und sollte ich den beiden begegnen, ist natürlich klar, dass ich Paul (di Resta) einen zäheren Kampf liefere als Timo (Scheider).“
Paul di Resta (2. Startplatz, AMG Mercedes): „Ich glaube, man bekommt niemals die perfekte Runde hin, denn es gibt immer etwas zu verbessern. Heute war es Ziel, vor Timo zu stehen. Das haben wir erreicht, insofern bin ich zufrieden. Im Rennen kann sehr viel passieren, aber ich freue mich darauf. Ich bin in Form und bereit.“
Timo Scheider (3. Startplatz, Audi Sport Team Abt): „Hätte, wäre, wenn… nach dem Fehler im ersten Segment war es wichtig, dem Druck standzuhalten. Natürlich war ich dann an derselben Stelle etwas vorsichtiger und konservativ. Aber ich bin in der Nähe von Paul gelandet und Mattias steht auf Pole – Paul kann sich auf ein heißes Rennen freuen. Ich weiß, wie gut mein Auto auf die Distanz ist, deshalb bleibe ich ruhig. In Le Mans bin ich von Startplatz fünf auf eins vorgefahren – da habe ich hier doch bessere Voraussetzungen.“
Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich: „Mattias hat die Pole nach seiner fast perfekten Runde verdient. Timo war nach seinem etwas zu optimistischen ersten Versuch etwas vorsichtiger und hat dabei Zeit verloren. Aber ich bin mit dem Ergebnis sehr glücklich, denn Timo ist dicht dran und hat gute Nerven. Ich freue mich auf ein schönes Rennen, denn sowohl Paul als auch Timo können schnell, hart und dabei fair fahren. Und Mattias wird natürlich versuchen, nach vorn zu flüchten, damit er mit dem Zweikampf zwischen Paul und Timo nichts zu tun hat.“
Mercedes-Benz-Motorsportchef Norbert Haug: „Wir haben seit Saisonbeginn sehr gut aufgeholt. Es fehlten hier nur vier Hundertstel zur Pole. Vier Mercedes auf den ersten sechs Startplätzen – das ist ein sehr kompaktes Ergebnis. Das gleiche Resultat morgen und alles passt. Es sieht so aus, als wenn wir hier einen neuen Zuschauerrekord aufstellen. Ich wünsche mir für die tolle Kulisse, dass sie ein schönes Rennen sehen. Die Nerven werden eine Rolle spielen. Timo hat viele Mercedes um sich herum, aber die werden Respektabstand halten.“

www.dtm.com

Formel 3 Euro Serie 2008-Hockenheimring

Nico Hülkenbergs siebter Streich

Lufttemperatur: 14,7 °C
Asphalttemperatur: 17,6 °C
Der schon als Champion feststehende Nico Hülkenberg (ART Grand Prix) gewann das 19. Saisonrennen der Formel 3 Euro Serie auf dem 4,574 Kilometer langen Hockenheimring Baden-Württemberg. Er setzte sich gegen Renger van der Zande (Prema Powerteam) und Mika Mäki (Mücke Motorsport) durch. In der Gesamtwertung rückt der Finne damit auf den dritten Rang vor, sein Rückstand auf Edoardo Mortara (Signature-Plus) beträgt ein Lauf vor Saisonende noch drei Punkte. Bei den Rookies rettete Erik Janis (Mücke Motorsport) mit Rang acht einen minimalen Vorsprung von 0,5 Punkten auf seinen Verfolger Mäki.
Christian Vietoris (Mücke Motorsport) wurde zwar als Zweiter abgewinkt, aber nicht gewertet. Der Mücke-Pilot war im Qualifying mit einem 0,8 Kilogramm zu leichten Fahrzeug unterwegs und wurde deshalb aus der Wertung genommen. Weil sein Team gegen diese Entscheidung in Berufung ging, durfte er von seiner zweiten Startposition ins Rennen gehen. Laut Reglement taucht er aber in keinem Ergebnis auf.
Das Rennen begann mit einem Überschlag von Brendon Hartley in der ersten Runde. Der Neuseeländer wurde zur Untersuchung ins Medical Centre gebracht. Dort stellten die Ärzte keine Verletzungen fest.
Nico Hülkenberg (ART Grand Prix): „Die Pole Position gestern war absolute Sahne, auf diese Runde bin ich echt stolz. Im Rennen heute lief es genauso gut. Wir haben das nachgeholt, was eigentlich schon in Le Mans hätte sein sollen und haben hier und heute allen noch einmal gezeigt, wer der Champion ist.“
Renger van der Zande (Prema Powerteam): „Die vergangenen Rennen liefen nicht so gut. Deshalb ist es umso schöner, heute wieder auf dem Podium zu stehen. Ich habe immer noch Chancen auf den Vize-Titel. Dafür werde ich am Sonntag alles geben. Die Zuschauer können sich auf ein großartiges Rennen freuen.“
Mika Mäki (Mücke Motorsport): „Zu Beginn konnte ich Positionen gewinnen, bis ich hinter Renger van der Zande fuhr, der für einen Angriff aber zu weit weg war. Ich habe dann versucht, Stefano Coletti hinter mir zu halten, was mir gelungen ist. Nun fehlen mir noch drei Punkte auf den zweiten Platz der Gesamtwertung. Das Erobern des Vize-Titel ist mein Ziel für das morgige Rennen.“

www.f3euroseries.com