Dusseldorp holt Rookie-Titel

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Als Dritter zum Rookie-Titel: Dusseldorp

Großer Jubel bei Van-Amersfoort-Racing und Stef Dusseldorp (Dallara F307 Volkswagen): Dem Niederländer reichte ein dritter Platz im 17. Lauf des ATS Formel-3-Cup in Oschersleben, um sich den Titel im ZF – auto motor und sport – Juniorpokal zu sichern. Damit darf sich der 20-Jährige über einen Scheck über 10.000 Euro freuen. Den Siegerpokal nahm sein Teamkollege der Belgier Laurens Vanthoor (Dallara F307 Volkswagen) entgegen, Zweiter und bester Rookie des Rennens wurde der Deutsche Markus Pommer (Dallara F307 Mercedes). Der Zettl-Sportsline-Pilot führte von der Pole-Position aus lange das Feld an. Der Start erfolgte wegen des starken Regens hinter dem Safetycar, das nach zwei Runden die Strecke wieder freigab. Vanthoor war zu dem Zeitpunkt Dritter hinter Harald Schlegelmilch (Dallara F307 Mercedes). Doch in der neunten Runde überholte er den Letten und setzte zum Angriff auf Pommer an. Der ließ sich nicht unter Druck setzen und machte rundenlang keinen Fehler. Doch dann lief das Duo auf einen zu Überrundenden auf. Dadurch verlor Pommer Zeit, machte einen kleinen Fehler und gab damit Vanthoor die Möglichkeit die Führung zu übernehmen.
Auch Dusseldorp erlebte ein spannendes Rennen. Nach dem Start lag er auf der fünften Position. In der zehnten Runde startete der viertplatzierte Tom Dillmann (Dallara F307 Mercedes) einen Angriff auf Schlegelmilch, der für beide im Aus endete. Dusseldorp war Dritter! Doch die Freude währte nur kurz, wenige Kurven später machte er selbst einen kleinen Fehler, rutschte ins Gras und verlor zwei Plätze gegen Nico Monien und Joey Foster (beide Dallara F307 Mercedes). Das Glück war ihm allerdings hold: Zwei Runden später fanden sich Monien und Foster neben der Strecke wieder und gaben damit Dusseldorp den dritten Platz zurück, den er dieses Mal bis ins Ziel rettete.
Morgen im 18. und letzten Lauf entscheidet sich der Kampf um den dritten Rang in der Gesamtwertung, der durch das heutige Ergebnis noch enger wurde. Der momentan drittplatzierte Rafael Suzuki (Dallara F307 Mercedes) blieb ohne Punkte und hat 65 Zähler auf seinem Konto. Pommer hat durch seinen zweiten Platz 61 Punkte, Monien kommt mit Platz sechs und dem Zusatzpunkt für die schnellste Runde (1:44.058 Minuten) auf 60 Zähler.
Laurens Vanthoor: Das war ein tolles Rennen. Der Start hinter dem Safetycar war nicht einfach, da man durch die Gischt nichts gesehen hat. Bei Schlegelmilch hatte ich schnell herausgefunden, dass er in der ersten Kurve zu früh bremst und konnte ihn auch dort überholen. Bei Pommer war es nicht so einfach, da er einen guten Job gemacht hat. Doch der zu Überrundende hat ihn genau so viel Zeit gekostet, dass ich ganz nah dran war. Im Tripple lag ich dann neben ihm und kam vorbei.
Markus Pommer: Das war wirklich ärgerlich. Ich musste hinter dem zu Überrundenden bremsen und so kam Vanthoor ran. Dann ist mir noch ein kleiner Fehler unterlaufen und er konnte mich im Tripple außen überholen. Dabei hatte ich mir am Anfang einen so schönen Vorsprung herausgefahren.
Stef Dusseldorp: Ich hatte heute wirklich Glück und freue mich sehr über den Rookietitel. In den letzten Runden musste ich mich noch ziemlich gegen Foster wehren, da er schon etwas schneller war als ich. Markus war heute zwar der beste Rookie, aber mein Platz hat gereicht, mir den Titel zu sichern. Das war eine fast perfekte Saison.

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Spannende Schlussminuten

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Startplatz zwei für Tom Dillmann

Auch im zweiten Qualifying des ATS Formel-3-Cup wartete die Motorsportarena Oschersleben mit schwierigen Streckenbedingungen auf. Der 3,696 Kilometer lange Kurs war zu Beginn der 30 Minuten noch nass, trocknete aber von Minute zu Minute weiter ab. Viele Piloten entschieden sich deswegen nach rund der Hälfte des Zeittrainings auf die Yokohama-Slicks zu wechseln. Die letzten Minuten hatten es in sich: die Zeiten purzelten und die Namen an der Spitze wechselten im Sekundentakt. Nicoas Marroc, Jesse Krohn, Tom Dillmann – alle hatten kurzzeitig den Spitzenplatz inne. Doch in seiner letzten Runde brannte der Belgier Laurens Vanthoor (Dallara F307 Volkswagen) die Bestzeit von 1:30.216 Minuten auf den Asphalt und sicherte sich damit die Pole-Position. Zweiter wurde der Franzose Tom Dillmann (Dallara F307 Mercedes) vor dem Finnen Jesse Krohn (Arttech F24 OPC-Challenge), der sich erneut mit einem Trophy-Fahrzeug in der Spitzengruppe platzieren konnte.
Bei den schwierigen und rutschigen Bedingungen zeigten viele Piloten ihr Fingerspitzengefühl, die sonst nicht in der Spitzengruppe zu finden sind. So qualifizierte sich der Franzose Nicolas Marroc (Dallara F307 Mercedes) für die vierte Position und ist damit auch besterplatzierter Rookie. Rang fünf sicherte sich der Teamkollege von Krohn im Trophy-Auto, der Ukrainer Sergey Chukanov (Arttech F24 OPC-Challenge). Rang sechs und sieben sicherten sich der Niederländer Stef Dusseldorp (Dallara F307 Volkswagen), der noch um den Sieg in der Rookie-Wertung kämpft und Nico Monien (Dallara F307 Mercedes). Der Deutsche hofft noch auf den dritten Rang in der Gesamtwertung. Seine direkten Konkurrenten der Brasilianer Rafael Suzuki und der Deutsche Markus Pommer (beide Dallara F307 Mercedes) erreichten nur die Ränge zehn und 14.
Laurens Vanthoor: Die Strecke trocknete immer weiter ab. Ich kam dann in die Box, um den Reifendruck absenken zu lassen. Drei Runden später wechselte ich allerdings auf Slicks. Leider hatte ich in den folgenden Runden immer Verkehr. Erst in der letzten Runde war alles frei und ich fuhr die schnellste Zeit. Ich freue mich sehr über die Pole.
Tom Dillmann: Das war eine gute Revanche für gestern. Im ersten Qualifying hatte ich nur Pech. Ein paar Mal bin ich von der Strecke gerutscht oder hatte gelb. Dabei bin ich mir sicher, dass ich im Regen der schnellste Pilot im Feld bin. Heute hingegen lief alles glatt.
Jesse Krohn: Eigentlich gab es heute nicht so viele gelbe Flaggen, deswegen hoffe ich, dass ich heute nicht bestraft werde. Es war nicht einfach auf den Slicks zu fahren, doch es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung. Ich wusste, dass durch den Wind und die vielen Autos auf der Strecke der Asphalt schnell abtrocknen würde.

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