Archive für 30.8.2008
DTM 2008 Brands Hatch
30.8.2008 von Wolfgang.
Gute Ausgangsposition: Timo Scheider fährt auf Pole
Beim Qualifying zum achten Lauf der DTM in Brands Hatch sicherte sich Timo Scheider (Audi) die Pole-Position. Auf der mit 1,929 km kürzesten Rennstrecke im Rennkalender 2008 verwies der 29-Jährige den Briten Paul di Resta (Mercedes-Benz) und Bruno Spengler (Mercedes-Benz) aus Kanada auf die Startplätze zwei und drei. Mit einer Zeit von 42.084 Sekunden lag Scheider in seinem Audi A4 DTM neun Hundertstel vor dem Zweitplatzierten. „Es war nicht einfach, durch die vielen gelben Flaggen und den Verkehr auf der Strecke eine schnelle Runde hinzubekommen, aber zum Glück hat es gepasst“, freute sich Scheider.
Das Qualifying hatte kaum begonnen, als Gary Paffett (Mercedes-Benz) von der Strecke abkam und in die Reifenstapel einschlug. Die Session wurde abgebrochen, das Fahrzeug geborgen und anschließend schnell wieder fit gemacht. Automatisch gelangten alle Piloten in die zweite Runde der Qualifikation. Die 28 Jahre alte Katherine Legge (Audi) musste die zweite Qualifying-Session nach einem Fahrfehler ebenso vorzeitig beenden wie Alexandre Prémat (Audi),
Für die letzte Runde des Shoot-Out-Qualifyings qualifizierten sich mit den Briten Oliver Jarvis und Gary Paffett zwei Fahrer mit Vorjahreswagen. Jarvis startet am Sonntag von Position sechs, Paffett geht hinter Vorjahreschampion Mattias Ekström von Platz acht ins Rennen. Ekström hatte in der letzen Runde Getriebeprobleme und verpasste dadurch ein mögliches besseres Ergebnis. Für Scheider ist es die vierte Pole Position in diesem Jahr. Markenkollege Martin Tomczyk fuhr hinter Scheider, di Resta und Spengler auf Position vier. Jamie Green, der in der Gesamtwertung nur vier Punkte Rückstand auf Scheider hat, belegte mit seiner AMG Mercedes C-Klasse Startplatz fünf. Enttäuschend verlief das Qualifying für den Vorjahressieger von Brands Hatch, DTM-Rekord-Champion Bernd Schneider. Er schaffte es nicht, sich für die Runde der letzten Acht zu qualifizieren und geht von Position neun aus ins Rennen. Auch für den ehemaligen Formel-1-Piloten Ralf Schumacher lief es auf der Traditionsrennstrecke südöstlich von London nicht optimal. Er belegte im Qualifying Platz 17.
In der Gesamtwertung der DTM führt vor dem Rennen über 82 Runden am Sonntag Scheider mit 44 Punkten vor Green (40) und Ekström (38). Die ARD überträgt ab 13.45 Uhr (MESZ) live aus Großbritannien. Besonderes Highlight für die Zuschauer vor Ort: Formel-1-Star Lewis Hamilton besucht die DTM, in deren Rahmenprogramm er 2005 Champion der Formel-3-Euro-Serie wurde. Der Brite wird Interviews und Autogramme geben und zur besonderen Freude der Fans einige Demonstrationsrunden mit seinem Vodafone McLaren Mercedes Formel-1-Boliden drehen.
Timo Scheider (1. Startplatz, Audi Sport Team Abt): „Es ist ein schönes Gefühl, wieder auf der Pole Position zu stehen. Es war nicht einfach, durch die vielen gelben Flaggen und den Verkehr auf der Strecke eine schnelle Runde zu fahren. Auf meiner schnellsten Runde hatte ich einen Quersteher, dennoch reichte es zur Pole-Position. So ein Ergebnis am Sonntag wäre perfekt.“
Paul di Resta (2. Startplatz, AMG Mercedes): „Ich bin zufrieden mit Startplatz zwei. Insbesondere, da wir am Freitag in den Tests einige Probleme hatten. Es ist schön, hier beim Heimspiel so weit vorne zu stehen. Ich freue mich auf die Unterstützung der britischen Fans.“
Bruno Spengler (3. Startplatz, Mercedes-Benz Bank AMG Mercedes): „Startplatz drei geht in Ordnung. Besonders, wenn man bedenkt, dass diese Strecke nicht zu meinen Lieblingsstrecken gehört. Wir hatten ein paar Probleme im Freien Training. Im Qualifying ist mir dann eine gute schnelle Runde gelungen und nur das zählt. Am Sonntag wird es mit Sicherheit ein enges und spannendes Rennen geben.“
Audi-Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich: „Eine klasse Leistung von Timo. Wir alle wissen, wie eng es in der DTM zugeht, deshalb habe ich einen harten Kampf an der Spitze erwartet. Ich bin auch mit unserer Teamleistung sehr zufrieden, allerdings tut es mir um Mattias Ekström leid, der in der zweiten Session einen Getriebeschaden an seinem Auto hatte. Deshalb hat ihm in der entscheidenden Session der dritte Gang gefehlt. Ein Handicap, das man hier nicht gutmachen kann. Solange wir nun auch morgen den entscheidenden Tick vorn sind, bin ich sehr zufrieden.“
Mercedes-Benz-Motorsportchef Norbert Haug: „Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Auch wenn es nicht für ganz vorn gereicht hat, haben wir immerhin zwei Autos in den Top Drei, sowie drei Autos in den Top Fünf. Für Sonntag ist im Moment starker Regen angesagt, deswegen könnte das Rennen eine komplett andere Geschichte werden als das Qualifying heute. Wir haben eine gute Ausgangsbasis. Stark war auch die Leistung von Gary Paffett, der es nach seinem Ausrutscher gleich zu Beginn noch in die Top Acht geschafft hat. Ich freue mich, dass morgen Lewis Hamilton für die Fans ein paar Demorunden mit seinem McLaren-Mercedes drehen wird. Lewis ist glühender DTM-Fan und verpasst so gut wie kein Rennen.“
www.dtm.com
Formel 3 Euro Serie 2008
30.8.2008 von Wolfgang.
Nico Hülkenberg feiert fünften Saisonsieg
Lufttemperatur: 23,3 °C
Asphalttemperatur: 27,3 °C
Nico Hülkenberg (ART Grand Prix) feierte auf der nur 1,929 Kilometer kurzen Indy-Strecke von Brands Hatch seinen fünften Saisonsieg in der Formel 3 Euro Serie. Der Testfahrer des Formel-1-Teams Williams setzte sich in einem ereignisreichen Rennen deutlich gegen den Japaner Koudai Tsukakoshi (Manor Motorsport) durch, der schon zum dritten Mal in diesem Jahr den zweiten Rang belegte. Der Franzose Yann Clairay (SG Formula) freute sich über den letzten Podestplatz. Mit dem Sieg baute Hülkenberg seine Führung in der Gesamtwertung auf 14 Punkte aus. Zweiter ist nach 13 Rennen der Italiener Edoardo Mortara (Signature-Plus), der in Brands Hatch als Vierter knapp hinter Clairay abgewinkt wurde.
Nach dem Start übernahm Jules Bianchi die Führung, die er bis zur 23. Runde hielt. Dann musste er zu einer Durchfahrtsstrafe in die Boxengasse abbiegen. Die Rennleitung sah es als erwiesen an, dass er unter gelber Flagge eine beste Sektorzeit gefahren sei. Wie Bianchi wurden noch sieben weitere Piloten für das gleiche Vergehen bestraft. Nach seiner Strafe fiel der Masters-Sieger Bianchi auf den siebten Rang zurück und schied nach einem Unfall mit James Jakes (ART Grand Prix) im Kampf um den fünften Platz sechs Runden vor Schluss endgültig aus.
Nico Hülkenberg (ART Grand Prix): „Gewinnen ist immer super und deswegen bin ich mit diesem Ergebnis sehr zufrieden. Zu Beginn war Jules Bianchi zu schnell für mich, ich konnte ihm nicht folgen. Später profitierte ich von seiner Durchfahrtsstrafe und übernahm Platz eins. Einmal in Führung, fuhr ich das Rennen kontrolliert zu Ende.“
Koudai Tsukakoshi (Manor Motorsport): „Ein zweiter Platz ist ein gutes Ergebnis, auch wenn Hülkenberg wieder vor mir gelandet ist. Am Start probierte ich, an ihm vorbeizukommen, dabei berührten wir uns leicht. Dann versuchte ich, ihn außen zu überholen, aber das hat leider nicht funktioniert. Mit einem guten Start morgen sollte für mich noch ein Podestplatz möglich sein.“
Yann Clairay (SG Formula): „Ich hatte einen sehr guten Start und habe direkt zwei Plätze gewonnen. Anschließend profitierte ich noch vom Startunfall von Sam Bird. Gegen Ende des Rennens kämpfte ich immer mehr mit meinem untersteuernden Auto und dem Druck von Mortara, konnte mich gegen ihn aber durchsetzen.“
www.f3euroseries.com
TOYOTA F1
30.8.2008 von Wolfgang.
Die kurze Sommerpause der Formel 1 ist vorüber und das Team von
Panasonic Toyota Racing erwartet große Dinge nach dem zweifachen
Punkteerfolg auf dem Großen Preis von Europa, dem zweiten in Folge
nach dem starken Finish beim GP von Ungarn. Der September wird ein
hektischer Monat mit zwei direkt aufeinander folgenden
Rennwochenenden in Belgien und Italien, gefolgt von Singapur, wo die
Formel 1 das erste Nachtrennen ihrer Geschichte austrägt.
Zuerst führt der Weg zum Großen Preis von Belgien (13. Lauf der
Weltmeisterschaft) in Spa-Francorchamps. Spa ist mit einer
Gesamtlänge von 7 km die längste Strecke im Rennkalender. Hier liegt
bergab am Ende einer langen Vollgas-Geraden die berühmte Eau
Rouge-Kurve, die nicht nur das Gesamtleistungsvermögen des Autos auf
eine harte Probe stellt, sondern auch die Nerven und das Können des
Fahrers. Die Teams und Fans werden auch das launische Wetter der
Ardennen-Region im Auge behalten müssen.
Der Große Preis von Italien - das 14. Rennen der Saison und für
Jarno ein Heimatrennen - findet nur eine Woche später auf dem Kurs
von Monza statt. Er besteht aus langen Geraden, die über Schikanen
und Kurven verbunden sind, und bietet die schnellste
Durchschnittsgeschwindigkeit des ganzen Jahres, da die meiste Zeit
mit Vollgas gefahren wird. Monza ist ein zermürbendes Rennen mit
harten Anforderungen an das Triebwerk, die Bremsen und die
Zuverlässigkeit des Autos.
Nach diesen beiden Schlag-auf-Schlag-Ereignissen folgt als 15. Lauf
der WM der Große Preis von Singapur. Dies ist das erste F1-Rennen,
das auf einem Straßenkurs in Singapur ausgetragen wird, und
gleichzeitig auch das erste Nachtrennen der Formel 1. Die mit
speziellen Scheinwerferanlagen beleuchtete Strecke zeichnet sich
durch zahlreiche scharfe Kurven aus, die eine hohe Bremsleistung und
schnelle Beschleunigung verlangen. Jarno gilt als Spezialist für
Straßenkurse wie Monaco und Valencia und wir freuen uns schon darauf
zu sehen, wie der die Straßen von Singapur meistert.
In der letzten Phase der Saison 2008 wird auch der überarbeitete
TF108 seinen Wert unter Beweis stellen. Liebe Fans, lasst Jarno und
Timo bitte nicht aus den Augen, wenn sie in diesen drei September-
Rennen ihre Duelle mit den Rivalen austragen!
www.toyota-f1.com
Formel 3 Euro Serie 2008
30.8.2008 von Wolfgang.
Masters-Sieger Jules Bianchi holt erste Pole Position
Lufttemperatur: 22,8 °C
Asphalttemperatur: 25,9 °C
Die Pole Position für den 13. Saisonlauf der Formel 3 Euro Serie eroberte der Franzose Jules Bianchi (ART Grand Prix, 0:41,668 min). Er fuhr auf der nur 1,929 Kilometer langen Indy-Variante der Traditionsstrecke von Brands Hatch die schnellste Qualifying-Runde. Neben ihm steht im morgigen Rennen Nico Hülkenberg (ART Grand Prix, 0:41,780 min). Die zweite Startreihe bildet das Duo Koudai Tsukakoshi (Manor Motorsport, 0:41,782 min) und Sam Bird (Manor Motorsport, 0:41,795 min).
Aufgrund der kurzen Strecke wurden die 26 Piloten in zwei Gruppen aufgeteilt, jede Gruppe hatte 25 Minuten Qualifyingzeit zur Verfügung. In der ersten Gruppe, die aus Fahrern mit geraden Startnummern gebildet wurde, setzte sich Jules Bianchi durch. Hinter dem Franzosen reihten sich Koudai Tsukakoshi und James Jakes (ART Grand Prix, 0:41,899 min) ein. In der Gruppe der ungeraden Startnummern ging die Bestzeit an Nico Hülkenberg vor Sam Bird und Christian Vietoris (Mücke Motorsport, 0:41,809 min). Da Bianchi die schnellste Rundenzeit aller Teilnehmer gelungen ist, darf er von der Pole Position aus starten, die Piloten seiner Gruppe reihen sich hinter ihm in der Startaufstellung ein.
Jules Bianchi (ART Grand Prix): „Nach dem freien Training hatte ich mit meinem Ingenieur an meinem Fahrstil gearbeitet, das konnte ich im Qualifying gut umsetzen. Nun muss ich in den schnellen Kurven nur noch besser werden, da ist mein Teamkollege Nico Hülkenberg mir noch überlegen. Ich freue mich über meine erste Pole Position in der Formel 3 Euro Serie. Morgen möchte ich auch mein erstes Rennen in der Formel 3 Euro Serie gewinnen.“
Nico Hülkenberg (ART Grand Prix): „Ich habe allein im zweiten Sektor zwei Zehntelsekunden verloren, was ich nicht verstehen kann. Im ersten Sektor war ich richtig schnell, im dritten ging es auch ganz gut. Nur der Mittelteil lief nicht nach Plan, egal, was ich auch probierte. Hätte ich dort nicht so viel Zeit verloren, dann wäre ich jetzt auf der Pole Position.“
Koudai Tsukakoshi (Manor Motorsport): „Über meinen dritten Startplatz bin ich glücklich. Mit dem ersten Reifensatz hatte ich noch viele Probleme mit einem übersteuernden Auto. Mit dem zweiten Satz gelang mir eine richtig gute Runde, danach begann das Auto allerdings wieder zu übersteuern.“
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Joe Schmitz Racing
30.8.2008 von Wolfgang.
Erste Erfahrungen im Tourenwagen
Bisher war Joe Schmitz nur im Monoposto bei Rennveranstaltungen unterwegs, doch um seinem Ziel dem Gewinn des Luxemburger „Espoirs“-Titels näherzukommen, sah er sich gezwungen am vergangenen Wochenende im Tourenwagen beim Doppel-Slalom in Bitburg anzutreten. Formel-Rennwagen sind bei dieser Autosportart in Deutschland nicht zugelassen. Dank der freundschaftlichen Geste von Alain Pier durfte Schmitz dessen Opel Astra OPC steuern, eine Top-Platzierung hatte er nicht im Sinn, dies wäre ohne Test sowieso nicht möglich gewesen.
Interessant ist allerdings wie unkompliziert alles über die Bühne ging, am Samstagmorgen hatte Schmitz zuerst telefonisch Kontakt mit dem Veranstalter aufgenommen seine Nennung hatte er vorschriftsmässig eingereicht - ehe er Pier vor Ort anrief und ihn um diesen grossen Gefallen bat. Beim 9. EMSC AvD Slalom Bitburg am Samstag wurde Schmitz 10ter bei 12 Starten in der Luxemburger Wertung. Am Sonntag beim 35. ADAC Slalom Mönchengladbach an gleicher Stelle lief es dann schon besser für ihn und er wurde nun 7ter. Alles in allem zeigte er sich zufrieden mit den Resultaten des vergangenen Wochenendes, insbesondere da er seine Führung in der Nachwuchsmeisterschaft verteidigen konnte.
Am kommenden Wochenende startet Schmitz im GT-Wagen beim Rundstrecken-rennen in Colmar-Berg.
Hierfür hat er eigens einen Honda S 2000 bei CarDiff-Racing in Solingen angemietet; ein Test ist am 27. August auf dem
Nürburgring geplant. Sein Ziel ist es eine Vorentscheidung in der Meisterschaft herbeizuführen.
Ihr JSR-Team www.schmitzjoe.com