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Februar 2012
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Archiv der Kategorie Formel 3

Aller guten Dinge sind drei

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John Bryant-Meisner startet 2012

Als erstes Team im ATS Formel-3-Cup 2012 meldet Performance Racing alle Cockpits besetzt. Drei Fahrzeuge des Typs Dallara-Volkswagen Power Engine werden vom Rennstall des schwedischen Teamchefs Bobby Issazadhe in Deutschlands schnellster Formel-Rennserie eingesetzt. Nach dem Australier Mitchell Gilbert und dem Schweizer Yannick Mettler ist jetzt auch der Schwede John Bryant-Meisner an Bord. Das Team Performance Racing ist im Umfeld der britischen Rennstrecke Silverstone beheimatet und zählt seit Jahren zur festen Größe im ATS Formel-3-Cup.
Einen ersten Erfolg kann Performance Racing schon vor der Saison verbuchen: das britische Team meldet seine drei verfügbaren Cockpits besetzt. Als Dritter im Bunde unterschrieb Mitte Januar John Bryant-Meisner seinen Fahrervertrag. Teamchef Bobby Issazadhe: „Mit John bringen wir nun schon den zweiten Schweden in den ATS Formel-3-Cup und hoffen, dass er genauso eine tolle Leistungskurve hinlegen kann wie unser Ehemaliger Felix Rosenqvist.“ Performance Racing hat nicht nur zwei Dallara F311 vom britischen Traditionsteam Hitech übernommen, sondern auch jede Menge Equipment, wie Issazadhe bestätigt: „Als wir erfuhren , dass Hitech sein Formel-3-Engagement in der Britischen Meisterschaft beenden wird, haben wir zugeschlagen und absolutes Top-Material kaufen können. Jetzt werden wir neben unseren Leistungen auch von der Größe her im ATS Formel-3-Cup noch mehr wahrgenommen.“
John Bryant-Meisner wurde am 21. September 1994 geboren. Er lebt in Stockholm und besucht dort ein Gymnasium, das Sportler besonders fördert. Dies erlaubt ihm, sich umfangreich auf seine Motorsportkarriere zu konzentrieren, die 2004 mit dem Kartsport begann. In den vergangenen beiden Jahren war der Schwede in diversen Klassen der Formel Renault unterwegs. „Er gehörte schnell zu den Piloten, die immer in den Top-Ten unterwegs waren. John ist schnell, überlegt und zurückhaltend - wie für Schweden eben typisch“, kennt Formel Renault Manager Ralph Weishaupt seinen ehemaligen Schützling. Im Team Koiranen Motorsport konnte Bryant-Meisner im Vorjahr den fünften Gesamtrang der Formel Renault 2.0 NEC belegen.
„Ich hatte zwei gute Jahre in der Formel Renault, in Schweden und auch im Northern European Cup. Sicherlich bin ich dort gereift und konnte eine Menge Erfahrung sammeln. Dem Team Koiranen habe ich viel zu verdanken - schade, dass sich unsere Wege nun trennen“, zeigt sich der 17-Jährige erstaunlich erwachsen.
Mehrere Besuche beim ATS Formel-3-Cup und ein Test mit Performance Racing in Silverstone ließen seine Entscheidung für die Formel 3 reifen: „Es ist ganz bestimmt die richtige Entscheidung im ATS Formel-3-Cup an den Start zu gehen, da man dort technischen Verstand bekommt und den Umgang mit der Datenaufzeichnung lernt. Ich bin bereit mich mit jedem Kilometer, den ich im Formel-3-Auto sitze, zu entwickeln und zu verbessern.“

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Yannick Mettler wechselt zu Performance Racing

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Mettler startet für Performance Racing

Nach Van Amersfoort Racing hat nun auch Performance Racing bereits das zweite Cockpit im ATS Formel-3-Cup 2012 besetzt. Neben dem Australier Mitchell Gilbert wird der Schweizer Yannick Mettler für das im britischen Silverstone beheimatete Team antreten. Teamchef Bobby Issazadhe möchte zudem ein weiteres, drittes Fahrzeug in Deutschlands schnellster Formel-Rennserie einsetzen und ist zuversichtlich den entsprechenden Fahrer in den nächsten Wochen benennen zu können.
Der Schweizer Yannick Mettler wird seine zweite Saison im ATS Formel-3-Cup 2012 bestreiten. Im Vorjahr wagte er den großen Schritt von der Formel Lista Junior in die Formel 3. Im Team Bordoli Motorsport sammelte Mettler wichtige Erfahrungen, die ihn in diesem Jahr in das vordere Drittel des Feldes führen sollen: „Es war ein großer Schritt, den ich im letzten Jahr von der Formel Lista in die Formel 3 gewagt habe. Der Lerneffekt war entsprechend groß. Leider konnte ich nicht viel testen, sodass bei den Rennen viel Basisarbeit anstand“.
Der 22-Jährige nutzte am Ende der Saison die Chance, bei Performance Racing zu testen, in Valencia saß Mettler kurz vor Jahresende im Dallara-Volkswagen: „Dies war eine tolle Erfahrung für mich. Das Team arbeitete sehr professionell und das Auto war perfekt vorbereitet. Jetzt bin ich mir sicher, dass ich in einem guten Auto und einem guten Umfeld auch Top-Resultate erzielen kann. Deshalb kann ich es kaum erwarten, dass die Saison im April in Oschersleben beginnt.“
Yannick Mettler wird im ATS Formel-3-Cup 2012 einen Dallara pilotieren, der vom neuen, exklusiven Volkswagen Power Engine angetrieben wird und über das System Push-to-Pass verfügt.
Für Teamchef Bobby Issazadhe steht fest: „Yannick hat Potenzial. Es war interessant, beim Test zu beobachten, wie schnell er sich an die neuen Gegebenheiten angepasst hat. Sein technisches Verständnis ist prima und die Kommunikation mit dem Team auch. Ich erwarte, dass Yannick in den nächsten Monaten einen großen Schritt in der fahrerischen Entwicklung macht und zu einem regelmäßigen Front-Runner wird.“
Yannick Mettler setzt große Hoffnungen in den ATS Formel-3-Cup 2012, dies unterstreicht er damit, dass er im Februar sein Maschinenbau-Studium unterbricht, um sich voll auf den Motorsport konzentrieren zu können.

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Formel 3 Euro Serie - Rennkalender 2012

Der Rennkalender für die kommende Saison der Formel 3 Euro Serie steht. Die stärkste Nachwuchsserie der Welt wird 2012 alle neun Veranstaltungen im Rahmen der DTM austragen. Die Rennwochenenden mit der populärsten internationalen Tourenwagenserie sind nicht nur ein Garant für zahlreiche Zuschauer an der Strecke und ein großes Medieninteresse, sondern unterstreichen auch den internationalen Anspruch der Formel 3 Euro Serie. Die ambitionierten Nachwuchspiloten treten im Kampf um den Titel in vier europäischen Ländern gegeneinander an. Spannende Duelle und aufschlussreiche Tests finden dabei auch auf den Formel-1-Strecken in Barcelona, Hockenheim und auf dem Nürburgring statt. 10.000 Kilometer Fahrleistung, die die Piloten pro Saison zurücklegen, verdeutlichen wie anspruchsvoll eine Saison für Fahrer, Teams und Rennboliden ist und wie professionell bereits in dieser Nachwuchsserie gearbeitet wird. Pro Rennwochenende geben über vier Stunden Streckenzeit den Fahrern die Möglichkeit, wertvolle Erfahrungen in den Rennboliden zu sammeln; das wiederum garantiert jede Menge Motorsportaction für die Fans.
Der Kalender der Formel 3 Euro Serie 2012 im Überblick*

Tests

17.03. - 18.03.   Pre Season Test, Valencia (E)

21.03. - 22.03.   Pre Season Test, Barcelona (E)

tba   Mid Season Test, tba

Rennwochenenden

27.04. - 29.04.   Hockenheim I (D)

04.05. - 06.05.   Lausitzring (D)

01.06. - 03.06.   Red Bull Ring (A)

29.06. - 01.07.   Norisring (D)

17.08. - 19.08.   Nürburgring (D)

24.08. - 26.08.   Zandvoort (NL)

14.09. - 16.09.   Oschersleben (D)

28.09. - 30.09.   Valencia (E)

19.10. - 21.10.   Hockenheim II (D)

*Vorbehaltlich der Genehmigung durch die FIA

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Macau-Triumph für Daniel Juncadella

Temperatur Strecke: 26,1 °C
Temperatur Luft: 25,0 °C
Daniel Juncadella (Prema Powerteam) gelang heute der größte Erfolg seiner bisherigen Motorsportkarriere. Auf dem 6,12 Kilometer langen ‚Circuito da Guia’ gewann der Spanier den 58. Grand Prix von Macau, eines der wichtigsten internationalen Formel-3-Rennen. Marco Wittmann (Signature) reihte sich nach einem spannenden Rennen als Dritter hinter Felipe Nasr (Carlin) ein. Damit gewinnt zum dritten Mal in Folge ein Pilot der Formel 3 Euro Serie das Rennen in der ehemaligen portugiesischen Kolonie.
In der Anfangsphase sprach alles für einen Erfolg des Signature-Piloten Marco Wittmann. Er setzte sich von der Pole-Position aus an die Spitze des Feldes und konnte diese Platzierung auch nach der ersten Safety-Car-Phase, die durch eine Startkollision verursacht wurde, halten. Euro-Serie-Champion Roberto Merhi (Prema Powerteam) blieb am Start stehen, Laurens Vanthoor (Signature) konnte dem Spanier nicht rechtzeitig ausweichen und kollidierte dadurch mit Daniel Abt (Signature). Beim zweiten Restart nach einem Unfall von Felix Rosenqvist (Mücke Motorsport) musste Wittmann auf dem Weg zur Lisboa-Kurve vier Fahrer passieren lassen, unter ihnen Daniel Juncadella, der Platz eins übernahm. Wittmann kämpfte sich in den folgenden Runden wieder in die Top 3, aber eine letzte Safety-Car-Phase zwei Runden vor Schluss stoppte seine Aufholjagd.
Daniel Juncadella (Prema Powerteam): „Es ist ein unglaubliches Gefühl, den Grand Prix von Macau zu gewinnen, damit hätte ich nicht gerechnet. Ich habe noch nie so viel geweint wie zu dem Zeitpunkt, als dieser Sieg feststand. Die zweite Safety-Car-Phase war mein Glück. Wichtig war außerdem, sich in den ersten Runden aus allem herauszuhalten und nicht zu viel zu riskieren.“
Marco Wittmann (Signature): „Ich bin sehr enttäuscht, denn es war mehr möglich. Mein Start war gut und ich war auch nach der ersten Safety-Car-Phase noch vorne. Beim zweiten Restart hatte ich keine Chance, meine Position zu halten. Ich habe danach gepusht, um wieder heranzukommen. Leider kam dann eine dritte Safety-Car-Phase, die mir die Chance auf den Sieg genommen hat.“
Kimiya Sato (Motopark): „Mein Start war richtig gut und ich war bereits in den Top 6. Bei der Anfahrt der Lisboa-Kurve ist dann ein Fahrer mit stehenden Rädern ins Heck meines Autos gefahren. Ich bin richtig sauer. Der Speed hätte auf jeden Fall für eine Top-Ten-Position gereicht, so bin ich nur Zwölfter.“

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Triumph oder Tragödie

Macau Grand Prix 2010

Unverwechselbar Macau

Das wird ein heißer Tanz, in den Straßenschluchten von Macau! Nicht weniger als vier aktuelle Champions treten beim Weltfinale der Formel 3 in der ehemaligen portugiesischen Kolonie im südchinesischen Meer an. Vom 17. bis 20. November 2011 wird die internationale Motorsportszene gebannt den 58. Macau Grand Prix verfolgen. Wer in Macau gewinnt, ist ein ganz Großer und oftmals winkt anschließend die Formel-1-Karriere, wie bei Ayrton Senna, Michael Schumacher, David Coulthard oder Takuma Sato.
Richie Stanaway, der Meister des ATS Formel-3-Cup, trifft in Macau auf Felipe Nasr, den Gewinner der Britischen Formel-3-Meisterschaft, auf Roberto Merhi, Champion der Formel-3-Euroserie und auf Valtteri Bottas, den Meister der GP3. Insgesamt stehen 30 Fahrer aus aller Welt auf der Starterliste des diesjährigen Macau Grand Prix. Aus Deutschland sind Marco Wittmann (Markt Erlbach) und Daniel Abt (Kempten) dabei. Daniel Abt sorgte schon im Vorjahr für eine riesige Überraschung auf dem schwierigen Stadtkurs vor den Toren Hongkongs. Der damalige Vizemeister des ATS Formel-3-Cup hatte bei seinem Macau-Debüt sogar den Sieg in den Händen, ehe ein Unfall alle Träume jäh beendete.
Genau dies ist typisch in Macau: Sieg und Niederlage, Triumph und Tragödie liegen bei keinem weltweit bedeutenden Rennen enger zusammen. Auf dem gefährlichen, gut sechs Kilometer langen Stadtkurs kann man glänzen oder untergehen - dazwischen gibt es nichts. Es gibt nur einen Gewinner und viele Verlierer. Allein der Sieg zählt, sogar der Zweitplatzierte ist schnell vergessen. Seit jeher ist der Macau Grand Prix auch deshalb das Jahres-Highlight der internationalen Formel-3-Szene.
Rennabbrüche, Safety-Car-Einsätze und diverse Gelb-Phasen sind an der Tagesordnung. Einen Renn-Rhythmus findet man da nur schwer. Ständig ist höchste Konzentration gefragt, denn der allerkleinste Fehler bedeutet fast immer das Aus. In Macau sind die Gegensätze Programm. Die einstige portugiesische Kolonie, die zum Jahreswechsel 2000 heim ins chinesische Reich kehrte, besitzt den waghalsigsten Stadtkurs der Gegenwart. Der Macau Guia Circuit schlängelt sich durch die Stadt im Perlfluss-Delta wie der berühmte chinesische Drachen. Lange Geraden dicht am Wasser des Fährhafens vorbei erfordern gehörigen Top-Speed. Plötzlich lauert die rechtwinklige Ecke am Lisboa-Hotel - Schritttempo nach Vollgasfahrt heißt das, hier kracht es immer. Dann geht’s den Berg hinauf. ‚San Francisco Hill’ heißt diese Passage malerisch, dabei führt sie doch geradewegs in den Schrecken. Was die Piloten dort oben erwartet, ist unvorstellbar. Die Piste ist eng, buckelig, uneinsehbare Kurven, knackige Steigungen, kurze Gefällstücke, eine Haarnadelkurve, Mauern rechts, Häuser links - wer den Macau Grand Prix unbeschadet übersteht, ist ein Held. Vor allem, wenn er in einem Formel-3-Auto sitzt.
Mit Laurens Vanthoor, Daniel Abt, Kevin Magnussen, Felix Rosenqvist, Hannes van Asseldonk, Jimmy Erikson, Adderly Fong und Richie Stanaway sind acht aktuelle oder ehemalige Piloten aus dem ATS Formel-3-Cup in diesem Jahr beim Weltfinale vertreten. Damit bilden sie knapp ein Drittel des Starterfeldes - auch dies unterstreicht die Bedeutung und die Klasse von Deutschlands schnellster Formel-Rennserie.

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Vize-Titel geht an Marco Wittmann

Temperatur Strecke: 9,5 °C
Temperatur Luft: 8,2 °C
Roberto Merhi (Prema Powerteam) schloss die bisher beste Saison seiner Motorsport-Karriere mit einem Sieg ab. Beim Finale der Formel 3 Euro Serie auf dem 4,574 Kilometer langen Hockenheimring Baden-Württemberg gewann der schon als Champion feststehende Spanier vor dem besten Rookie Nigel Melker (Mücke Motorsport) und Daniel Juncadella (Prema Powerteam). Marco Wittmann (Signature) reichte ein vierter Platz, um seinen zweiten Platz in der Abschlusstabelle vom Vorjahr zu bestätigen.
Roberto Merhi setzte sich vom Start weg in Führung, musste sich in der Anfangsphase aber gegen Felix Rosenqvist (Mücke Motorsport) durchsetzen. Der Schwede, Sieger des gestrigen Nachmittagrennens, beendete den Finallauf nach einem Unfall in Runde neun vorzeitig. Nigel Melker übernahm Rosenqvists zweiten Platz, gefolgt von Marco Wittmann und Daniel Juncadella. Wenig später zog Juncadella an Wittmann vorbei. Der dritte Rang reichte dem Spanier jedoch nicht, um seinen Rivalen noch vom zweiten Tabellenplatz zu verdrängen. Hinter Juncadella beendete Debütant Carlos Sainz Jr. (Signature) das Rennen auf Position fünf.
Roberto Merhi (Prema Powerteam): „Zu Beginn des Rennens hatte ich ein Problem mit der Bremsbalance. Trotzdem ist es mir gelungen, Felix Rosenqvist zu überholen und einen guten Vorsprung herauszufahren. Es ist perfekt, die Euro-Serie-Saison mit einem Sieg zu beenden.“
Nigel Melker (Mücke Motorsport): „Für das dritte Rennen konnten wir die Probleme lösen, die wir gestern noch am Start vom ersten und zweiten Lauf hatten. Ich habe natürlich vom Unfall von Felix profitiert, hatte aber keine Chance gegen Roberto. Er war einfach zu schnell. Aber auch der zweite Platz ist ein gutes Ergebnis für mich.“
Daniel Juncadella (Prema Powerteam): „Mein Start war richtig schlecht, aber danach lief es ganz gut. Ich wusste, dass ich eine gute Pace habe und wollte unbedingt auf das Podium fahren. Das ist mir gelungen und damit bin ich zufrieden. Dass es nicht zum Vize-Titel gereicht hat, enttäuscht mich. Aber ich wusste schon vor dem Rennen, dass es ohne ein Problem von Marco schwierig werden würde.“

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Erster Saisonsieg für Felix Rosenqvist

Temperatur Strecke: 18,3 °C
Temperatur Luft: 12,5 °C
Lange musste Masters-Sieger Felix Rosenqvist (Mücke Motorsport) warten, um endlich auch einen Sieg in der Formel 3 Euro Serie zu bejubeln. Beim 26. Saisonlauf auf dem 4,574 Kilometer langen Hockenheimring Baden-Württemberg wurde er als Erster abgewinkt. Champion Roberto Merhi (Prema Powerteam) sah die Zielflagge als Zweiter vor Daniel Abt (Signature).
Felix Rosenqvist brauchte von der siebten Startposition nicht einmal drei Runden, dann überholte er Carlos Muñoz (Signature) und war Erster. Nachdem Muñoz wegen eines Frühstarts zu einer Durchfahrtsstrafe gebeten wurde, übernahmen Roberto Merhi und Daniel Abt die Ränge zwei und drei.
Mit seinem vierten Platz holte Marco Wittmann (Signature) in diesem Lauf zwei Zähler mehr als Daniel Juncadella (Prema Powerteam), der als Sechster hinter dem besten Rookie Nigel Melker (Mücke Motorsport) die Ziellinie überquerte. Damit hat der Deutsche nun acht Punkte Vorsprung auf Daniel Juncadella, seinen einzigen verbliebenen Rivalen im Kampf um Platz zwei der Fahrerwertung.
Felix Rosenqvist (Mücke Motorsport): „Als ich mit Carlos Muñoz um die Führung kämpfte, wusste ich noch nicht, dass er eine Durchfahrtsstrafe erhalten hatte. Das habe ich erst verstanden, als ich schon an ihm vorbei war. Der Rest des Rennens bestand für mich darin, den Vorsprung zu kontrollieren. Mein Auto war das gesamte Wochenende lang perfekt und ich freue mich, dass ich mein erstes Rennen in der Formel 3 Euro Serie gewonnen habe.“
Roberto Merhi (Prema Powerteam): „Am Start hatte ich mich für die Innenseite der ersten Kurve entschieden, aber das war wohl nicht die beste Wahl. Als Carlos Muñoz zur Strafe durch die Boxengasse fahren musste, war ich Zweiter. Platz zwei ist zwar schön, aber ich hätte es gerne geschafft, an diesem Wochenende alle drei Rennen zu gewinnen.“
Daniel Abt (Signature): „Es ist schön, mal wieder auf dem Podest zu stehen, aber noch kein Grund, jetzt in Euphorie zu verfallen. Ich bin ein ordentliches Rennen gefahren und habe keine Fehler gemacht.“

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Champion Merhi Schnellster, Rookie Sainz Dritter

Temperatur Strecke: 8,4 °C
Temperatur Luft: 6,7 °C
Obwohl er schon Champion ist, ließ Roberto Merhi (Prema Powerteam, 1:31,693 Minuten) auch beim Finale nicht locker. Er fuhr im Qualifying der Formel 3 Euro Serie in Hockenheim die schnellste Runde. Nur 0,09 Sekunden langsamer umrundete Felix Rosenqvist (Mücke Motorsport, 1:31,783 Minuten) den 4,574 Kilometer langen Hockenheimring Baden-Württemberg. Neuling Carlos Sainz Jr. (Signature, 1:32,022 Minuten) überraschte in seinem ersten Qualifying in der Euro Serie mit Rang drei vor Daniel Abt (Signature, 1:32,126 Minuten).
Roberto Merhi sicherte sich mit seiner Bestzeit im Qualifying die Pole-Position für Rennen drei des Final-Wochenendes. Da er im Klassement der zweitschnellsten Runden ebenfalls nicht zu schlagen war, beginnt er auch Lauf eins von der ersten Startposition. Masters-Sieger Felix Rosenqvist nimmt beide Rennen von Startplatz zwei auf und will in Hockenheim endlich seinen ersten Sieg in der Euro Serie feiern. Carlos Sainz Jr., amtierender Champion der Formel Renault 2.0 NEC und Vize-Champion im Formel Renault 2.0 Eurocup, reihte sich hinter Merhi und Rosenqvist als Dritter ein.
Im Kampf im den Vize-Titel der Euro Serie hat Marco Wittmann (Signature, 1:32,277 Minuten) die beste Ausgangsposition. Er klassierte sich auf Rang sechs und lag damit zwei Positionen vor seinem Hauptrivalen Daniel Juncadella (Prema Powerteam, 1:32,473 Minuten). Nigel Melker (Mücke Motorsport, 1:32,464 Minuten), der ebenfalls noch Chancen auf den zweiten Platz der Abschluss-tabelle hat, beendete das Qualifying auf dem siebten Platz.
Roberto Merhi (Prema Powerteam): „Es war ein hervorragendes Qualifying für mich, ich bin zweimal ganz vorne. Mein Auto war toll, wir haben als Team gut gearbeitet und ich fühle mich richtig gut. Ich hoffe, dass es in den drei Rennen nun so weitergeht.“
Felix Rosenqvist (Mücke Motorsport): „Das Qualifying war für mich sehr gut, mein Auto war fantastisch. Nach dem ersten Reifensatz war ich nur 13., weil ich in der ersten Kurve zu oft über die Streckenbegrenzung gefahren bin. Mit Rang zwei bin ich prinzipiell zufrieden, denn die Ausgangsposition ist nicht schlecht. Aber weil ich schon so oft Zweiter war, ist dieser zweite Platz auch etwas frustrierend. Ich wollte beim Finale endlich mal eine Pole-Position holen.“

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Die Formel 3 ist das Sprungbrett in die Formel 1

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Heinz-Harald Frentzen im Interview

Heinz-Harald Frentzen gehört zu den erfolgreichsten deutschen Motorsportlern. Zehn Jahre fuhr er in der Formel 1. 1997 sicherte er sich den Titel Vizeweltmeister. Seine Karriere führte auch ihn in den Formel-3-Sport: 1989 wechselte er in die deutsche Formel-3-Meisterschaft. Damals beendete er die Saison punktgleich mit Michael Schumacher - beide hatten allerdings einen Zähler weniger als der damalige Meister Karl Wendlinger. Im Mercedes-Junior Team trafen die drei sich in der Sportwagen-Weltmeisterschaft wieder. Parallel stieg Frentzen in die Formel 3000 ein. 1994 war es soweit und Frentzen fuhr sein erstes Formel-1-Rennen.
Heute startet er zusammen mit dem ehemaligen Skispringer Sven Hannawald in einer Callaway Competition Corvette im ADAC GT Masters. Nur wenige Meter von seinem Team entfernt befindet sich oft das Fahrerlager des ATS Formel-3-Cup mit zahlreichen jungen Talenten, die fast alle nur ein Ziel haben: die Formel 1! Frentzen berichtet in seinem Interview über den hohen Stellenwert der Formel 3 und seine eigenen Erfahrung in der Nachwuchsklasse.
Wie wichtig ist die Stufe Formel 3 für die jungen Piloten auf dem Weg in die Formel 1?
Die Formel 3 ist heute wie damals eine wichtige Übergangsklasse zur Formel 1. Sie bietet eine gute Basis, um junge Talente zu erkennen, die hier wiederrum Erfahrungen sammeln können. Viele erfolgreiche Piloten sind in dieser Nachwuchsserie am Start gewesen. Schon in der Formel 3 kann man erkennen, wer sich für die Formel 1 eignet. Sie ist einfach das Sprungbrett oder die Zwischenstufe zur Formel 1.
Als junger Motorsportler hat man nicht viele Optionen und kommt an der Formel 3 eigentlich nicht vorbei. Das ist eine sehr wichtige und entscheidende Phase in der eigenen Motorsportkarriere. Früher folgte der Sprung in die Formel 2 oder Formel 3000, heute ist es die GP2 oder GP3. Die Formel 3 ist der vorletzte Schritt vor der Formel 1. Natürlich gab und gibt es immer wieder extreme Piloten, die den direkten Schritt von der Formel 3 in die Formel 1 gehen. Wie zum Beispiel Ayrton Senna.
In welchen Bereichen kann man in der Formel 3 am meisten lernen?
In der Formel 3 lernt man vor allem mit dem Speed umzugehen. Die Zweikämpfe finden bei viel höheren Geschwindigkeiten statt. In der Formel 3 ist der Speed auf jeden Fall schon hoch genug, um auch den Umgang mit dem freistehenden Rädern zu lernen. Das ist eine wichtige Erfahrungsbasis: den Respekt vor den freistehenden Rädern zu bekommen. Im Vergleich zu den Tourenwagen macht dies den Formelsport viel gefährlicher.
Wie verlief deine Formel-3-Karriere?
Ich bin damals aus der Formel Opel Lotus in die Formel 3 gewechselt und da war der Sprung nicht so groß. Ich bin dort auch nur ein Jahr gefahren. Das war mein erstes Jahr mit Karl Wendlinger und Michael Schumacher. Doch es war eine sehr entscheidende Saison. Danach bin ich ins Junior-Team von Mercedes gekommen. Das ging damals recht flott, fast schon etwas zu schnell. Ich war zu der Zeit aber auch schon etwas älter als die anderen. Ich habe dann meine zweite Chance über Japan genutzt, um in die Formel 1 zu kommen.
Gibt es ein besonders Ereignis in deiner Formel-3-Karriere?
Macau war eine sehr große Herausforderung. Bei mir gab es Probleme und ich konnte nur fünf Runden fahren bevor ich ins Qualifying musste. Macau ist ein sehr schwieriger Kurs und ich bin mit Biegen und Brechen auf den fünften Startrang gefahren. Im Rennen konnte ich mich in Führung setzen und dann folgte eine meiner schmerzhaftesten Erfahrungen. Ich lag mit einem Vorsprung von etwa 200m an der Spitze. Auf der Ideallinie war zuvor Öl ausgelaufen, das mit Bindemittel beseitigt worden war. Nach einigen Runden dachte ich mir, dass die Stelle wieder befahrbar ist. Doch dann habe ich dort das Auto abgelegt. Das war eine Riesenenttäuschung, die mir noch Jahre nachgehangen hat.

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Abschied von Kumho - neuer Reifen- und Serienpartner ab 2012

Die Saison 2011 der Formel 3 Euro Serie neigt sich dem Ende zu, hinter den Kulissen wird aber bereits mit Hochdruck an der Zukunft der stärksten Nachwuchsserie der Welt gearbeitet. Auch die Serienpartnerschaften sind von diesen langfristigen Planungen betroffen. Nach intensiven Gesprächen haben die Geschäftsführung der Formel 3 Euro Serie GmbH sowie die Geschäftsführung von Kumho Tire heute gemeinsam bekannt gegeben, dass der am 31. Dezember 2011 auslaufende Sponsoring-Vertrag nicht verlängert wird. Mit der Serienpartnerschaft, die seit der Gründung der Euro Serie im Jahr 2003 lief, endet nun auch die Belieferung der Teams mit Einheitsbereifung durch den koreanischen Hersteller aus Seoul. „Mit Kumho verliert die Euro Serie einen stets loyalen Partner der Serie. Sie gewinnt aber auch kurzfristig eine neue Partnerschaft mit einem weiteren vielversprechenden Global Player in der Reifenproduktion. Es spricht aber für die Partnerschaft mit Kumho, dass sich die Verantwortlichen im Guten trennen. Ich danke allen Beteiligten bei Kumho für die stets vorbildliche und kooperative Zusammenarbeit“, so Walter Mertes, Geschäftsführer der Formel 3 Euro Serie.
Die Verhandlungen bezüglich des neuen Reifen- und Serienpartners ab der Saison 2012 befinden sich in den letzten Zügen und werden kurzfristig nach Vertragsunterzeichnung kommuniziert.

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Das Trio Wittmann, Juncadella und Melker kämpft um Vize-Titel

Streckenlänge: 4,574 Kilometer
Rundenrekord F3ES: 1:33,246 Minuten / Edoardo Mortara 2010
Distanz: R1 und R3: 25 Runden / R2: 13 Runden
Sieger 2010 (kürzere Variante): Edoardo Mortara / Daniel Juncadella
Roberto Merhi (Prema Powerteam) kann das Finale der Formel 3 Euro Serie am kommenden Wochenende auf dem 4,574 Kilometer langen Hockenheimring Baden-Württemberg ohne Druck genießen; der Spanier ist bereits seit Valencia der neue Champion der Formel 3 Euro Serie. Offen ist jedoch das Rennen um den Vize-Titel, den Marco Wittmann (Signature), Daniel Juncadella (Prema Powerteam) und Rookie Nigel Melker (Mücke Motorsport) unter sich ausmachen. Auch in der Teamwertung ist die Entscheidung noch nicht gefallen.
Marco Wittmann und Daniel Juncadella reisen punktgleich nach Hockenheim, beide haben bisher 256 Zähler gesammelt und jeweils fünf Siege bejubelt. Ebenfalls Chancen auf den zweiten Platz in der Abschlusstabelle hat Nigel Melker, dem der Titel des Rookie-Champions bereits nicht mehr zu nehmen ist. Der Niederländer hat vor den letzten drei Saisonrennen einen Rückstand von 35 Punkten auf Wittmann und Juncadella. Die Entscheidung in der Teamwertung ist weniger spannend, denn das Prema Powerteam geht als deutlicher Favorit ins Saisonfinale. Den Italienern fehlen noch drei Punkte, sollte Verfolger Signature aus allen drei Rennen die Maximalpunktzahl holen.
Mit Sandro Zeller (Jo Zeller Racing), Rookie Artem Markelov (Motopark), Facu Regalia (Mücke Motorsport) und Rookie Carlos Sainz jr. (Signature) haben sich vier Gaststarter für das Finale der Euro Serie eingeschrieben. Der Spanier Sainz, Sohn der gleichnamigen Rallye-Legende, gewann in dieser Saison die Formel Renault 2.0 NEC und sicherte sich den Vize-Titel im Formel Renault 2.0 Eurocup.
Marco Wittmann (Signature): „Ich werde beim Finale in Hockenheim noch einmal mein Bestes geben. Am liebsten würde ich die Saison mit einem Sieg abschließen, was aber sicher nicht einfach werden wird. Im Kampf um den Vize-Titel hat Dani Juncadella meiner Meinung nach die Favoritenrolle. Dennoch werde ich nicht aufgeben, sondern alles versuchen, um diese Saison auf dem zweiten Tabellenplatz zu beenden.“

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Mit neuer Chassis-Generation in die Zukunft

Ende September wurden die Weichen für die Zukunft der Formel 3 Euro Serie gestellt. Einer der wichtigsten Punkte dabei: In der stärksten Nachwuchsserie werden ab der kommenden Saison die Chassis der 2012er Generation zugelassen. Branchenführer Dallara arbeitet bereits intensiv an der Fertigstellung der neuen Boliden.
Der Automobil-Weltverband FIA änderte nach vier Jahren turnusgemäß die Homologationsbestimmungen für die Formel 3. Die Formel 3 Euro Serie wird diesen Weg mitgehen und erlaubt den Einsatz der neuesten Formel-3-Chassis. So ist sichergestellt, dass die Teams der Euro Serie auch weiterhin an internationalen Formel-3-Rennen teilnehmen können wie beispielsweise am ‚Masters of Formula 3’ in Zandvoort oder am Grand Prix von Macau.
Beim neuen Chassis wurde verstärkt Wert auf eine nochmals erhöhte Sicherheit sowie Kostenreduzierung gelegt. Dazu wurden auch Einschränkungen bei der Entwicklungsfreiheit der Teams beschlossen: beispielsweise im Bereich der Aerodynamik sowie durch Festlegung von Mindestgewichten in einigen wichtigen Bauteilen. Weiterhin wurde die Haltbarkeit vieler Fahrzeugteile erhöht. Auch für den Einbau des Triebwerks nach dem ab 2013 geltenden, neuen Motorenreglement ist das Chassis ohne große Umbaumaßnahmen geeignet.
Beim Dallara F312, der innovativen Entwicklung des Marktführers aus Italien, liegen die Feder- und Dämpferelemente erstmals innerhalb des Monocoques und nicht, wie es sonst üblich war, oberhalb dessen. Dadurch fällt das Monocoque deutlich höher aus als beim Vorgänger F311. Obwohl die neuen Regeln den Anbau von kleinen Flaps und Zusatzflügeln einschränken, generiert die neue Ausbaustufe durch weitere Modifikationen nahezu den gleichen Abtrieb wie der F311.
Jos Claes (Projektleiter Formel 3, Dallara): „Im Rennsport sollte es immer vorwärts gehen und das ist ohne neues Material kaum möglich. Es gibt aus meiner Sicht zwei Hauptgründe, nun ein neues Autos zu kaufen: Das neue Modell ist sicherer und nur mit dem neuen Chassis kann man auch an den internationalen Rennen teilnehmen. Und ich bin sicher, dass der neue Dallara F312 schneller sein wird als der zurzeit noch eingesetzte F311.“

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Stanaway testete den BMW M3 DTM

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Stanaway absolvierte einen DTM-Test

Er war der mit Abstand überlegene Fahrer des ATS Formel-3-Cup 2011: Richie Stanaway. Erst vor knapp zwei Wochen krönte der Neuseeländer seinen Titelgewinn mit dem vierten Doppelsieg diese Saison in Hockenheim. Jetzt saß er, als Belohnung für seine Leistung, bereits beim offiziellen Testtag im Werks-BMW M3 der nächstjährigen DTM.
Der Champion des ATS Formel-3-Cup 2011 absolvierte einen sehr erfolgreichen Test im BMW M3 DTM auf dem Lausitzring. Zusammen mit den BMW-Werkspiloten Augosto Farfus, Andy Priaulx, Jörg Müller und Dirk Werner bekamen als Nachwuchsfahrer der Deutsche Rene Rast, der Franzose Jean-Karl Vernay und der Neuseeländer Richie Stanaway die Chancen den DTM-Boliden zu testen. Drei der neu entwickelten BMW M3 DTM waren auf der Strecke in der Niederlausitz unterwegs.
„Dieser Test war eine tolle Erfahrung für mich“, strahlte Richie Stanaway, „denn schon als Kind habe ich davon geträumt, einen DTM-Rennwagen zu fahren. In einer so professionellen Umgebung zu arbeiten, war ebenfalls phantastisch.“ Zum Einsatz kamen die drei Werksteams BMW Team Schnitzer, BMW Team RBM und BMW Team RMG. Auf dem Lausitzring herrschten wechselnde Bedingungen. Bei kühlen Temperaturen gab es morgens Regenschauer, nach denen die Strecke jedoch immer wieder schnell abtrocknete. Zum Arbeitsprogramm der BMW Teams gehörten unter anderem Reifentests, Arbeiten an der Hinterachskinematik sowie Systemtest.
Für den 19-jährigen Meister des ATS Formel-3-Cup 2011 waren vor allem die Unterschiede der Fahrzeuge beeindruckend. „Die sind zwischen einem Formel-Fahrzeug und einen Tourenwagen der DTM schon riesig. „Der BMW M3 wiegt fast doppelt so viel und hat sehr viel mehr Abtrieb. Zudem unterscheiden sich die Kurvengeschwindigkeiten sowie die Bremspunkte von der Formel 3. Ich musste meinen Fahrstil also anpassen, glaube aber, eine solide Leistung abgeliefert zu haben,“ so Stanaway.
BMW hat bisher zwei der kommenden Stammfahrer für die DTM bekannt gegeben: Andy Priaulx und Augusto Farfus.

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Roberto Merhi neuer Euro-Serie-Champion

Große Freude in Valencia: Roberto Merhi (Prema Powerteam) sicherte sich drei Rennen vor Saisonschluss den Fahrertitel in der Formel 3 Euro Serie. Auf dem 4,005 Kilometer langen Circuit Ricardo Tormo gewann er mit 17,436 Sekunden Vorsprung vor Daniel Juncadella (Prema Powerteam). Rookie-Champion Nigel Melker (Mücke Motorsport) komplettierte als Dritter das Podium. Für den 20-jährigen Merhi ist es der erste Titel im Formel-Sport.
Roberto Merhi übernahm vom Start weg die Führung und fuhr einem sicheren Triumph entgegen. Für ihn war es der neunte Sieg in diesem Jahr. Hinter dem neuen Champion folgte Dani Juncadella, der in den Schlussrunden dem Druck seiner Hintermänner Nigel Melker und Felix Rosenqvist (Mücke Motorsport) standhielt und Zweiter wurde. Da Marco Wittmann (Signature) das Rennen als Fünfter beendete, rangiert Juncadella nun punktgleich mit dem zweitplatzierten Wittmann auf Rang drei der Gesamtwertung.
Roberto Merhi (Prema Powerteam): „Ich freue mich riesig, dass ich hier bei meinem Heimrennen in Valencia und auch noch mit einem Sieg den Titel gewonnen habe. Es ist ein sehr wichtiger Schritt in meiner Karriere und es war zusammen mit dem Sieg in der ‚FIA Formula 3 International Trophy’ ein fantastisches Jahr für mich. Im Rennen heute war ich vor allem in den letzten Runden richtig nervös, obwohl ich ungefährdet in Führung lag.“
Daniel Juncadella (Prema Powerteam): „Ich möchte Roberto zum Titelgewinn gratulieren, er hat es absolut verdient. Ich selbst bin glücklich über den zweiten Platz in diesem Rennen, mehr ging heute für mich nicht. Zwischendurch hatte ich Probleme mit der Kupplung und dachte schon, dass ich es nicht bis ins Ziel schaffen werde. Nun möchte ich beim Finale in Hockenheim den Vize-Titel holen.“
Nigel Melker (Mücke Motorsport): „Roberto war immer schnell und hat nur sehr wenige Fehler gemacht. Deshalb hat er verdient den Titel gewonnen. Mein Start in das Rennen war gut, aber als ich in der ersten Runde einen kleinen Fehler machte, schlüpfte Dani durch. Als er dann später offenbar Probleme mit seinem Auto hatte, konnte ich wieder den Anschluss herstellen. Leider hatte ich keine Möglichkeit, ihn zu überholen.“

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Roberto Merhi im Qualifying vor Mücke-Duo

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Beim Qualifying der Formel 3 Euro Serie auf dem 4,005 Kilometer langen Circuit Ricardo Tormo vor den Toren von Valencia holte sich Titelfavorit Roberto Merhi (Prema Powerteam, 1:27,860 Minuten) die Pole-Position für Lauf drei. Der Spanier fuhr im Qualifying die schnellste Rundenzeit vor Nigel Melker (Mücke Motorsport, 1:27,947 Minuten) und Felix Rosenqvist (Mücke Motorsport, 1:28,082 Minuten). Rookie Nigel Melker klassierte sich im Ranking der zweitschnellsten Runden auf Platz eins und nimmt deshalb das erste Rennen des Wochenendes von der Startposition eins auf.
Roberto Merhi hatte die Bestzeit bereits nach der ersten Hälfte des Qualifyings inne. Mit dem zweiten Reifensatz entwickelte sich gegen Ende des 30-minütigen Zeittrainings ein spannender Schlagabtausch, in dem Roberto Merhi, Nigel Melker und Felix Rosenqvist um die ersten Positionen kämpften. Die beiden Mücke-Piloten Rosenqvist und Melker konnten ihre kurzzeitige Führung nicht halten, denn Prema-Fahrer Merhi schob sich drei Minuten vor Schluss erneut an die Spitze der Wertung. Diese verteidigte er bis zum Abwinken des Qualifyings.
Für die beiden einzigen verbliebenen Titelrivalen von Roberto Merhi verlief das Qualifying nicht optimal: Daniel Juncadella (Prema Powerteam, 1:28,311 Minuten) reihte sich auf Position vier ein, Marco Wittmann (Signature, 1:28,672 Minuten) folgte auf dem siebten Rang. Er klassierte sich unmittelbar hinter seinen beiden Teamkollegen Laurens Vanthoor (Signature, 1:28,401 Minuten) und Carlos Muñoz (Signature, 1:28,648 Minuten).
Roberto Merhi (Prema Powerteam): „Das Qualifying war in Ordnung, aber ich hatte eigentlich etwas mehr erwartet. Mein Auto fühlte sich gut an, die Rundenzeiten waren dennoch nicht auf dem Level, das ich erhofft hatte. Mit meinen Positionen eins und zwei bin ich dennoch zufrieden. Das sind immer noch gute Ausgangspositionen, um die Rennen zu gewinnen.“
Nigel Melker (Mücke Motorsport): „Mit einem zweiten Platz und einer Pole-Position bin ich glücklich, trotzdem wäre mehr möglich gewesen. Ich hatte in meiner zweitschnellsten Runde ein paar kleinere Fehler und mit dem ersten Reifensatz lief es noch nicht rund. Mit dem zweiten Satz wusste ich, was ich besser machen musste.“

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